13.10.2026 / Via Gebennensis / Charly bis Desingy
28.1km / 590m rauf, 920m runter / 5h 23min Laufzeit / 07.40min unterwegs
Morgen und Abend Sonne, dazwischen bewölkt / Übernachtung Gîte de Pelly, im Schloss
Es ist einfach nur schön!
Ich starte früh und bin schon etwa um 8.00 Uhr auf dem Weg. Im Kopf die gedankliche Notiz, in welchem Ort es Einkaufsläden gibt. Mit dem Einkaufen ist es in Frankreich wirklich nicht ganz so einfach. Gut, dass ich sowieso immer eher zu viel zu essen als zu wenig dabeihabe. Ich habe immer noch Einkäufe vom zweiten Tag im Rucksack.
Die Morgenstimmung ist wieder traumhaft. Es ist so dermassen schön hier. Und die Ruhe und die Stille gefällt mir sehr gut. Ich könnte hunderte Fotos machen. Die ersten Sonnenstrahlen, die Nebelschwaden tief unter mir. Die Sonne strahlt definitiv noch nicht überall so schön. Nur das Auf und Ab macht mich fertig, das ist echt anstrengend.



Kurz was einkaufen gehen
Nach dem Mittag komme ich in Frangy an. Hier kann ich einkaufen gehen. Ich fühle mich wie in der Grossstadt und bin richtig erstaunt, über all die Menschen und die Lebendigkeit hier. Also nicht, dass Frangy eine Grossstadt wäre. Vermutlich ist es nicht einmal eine Stadt. Aber nachdem ich den ganzen Morgen höchstens von weitem einen Bauern auf dem Traktor gesehen habe, kommt es mir sehr lebendig vor hier. Sonst sind die Dörfer wie ausgestorben. Nur von Hunden werde ich manchmal angebellt. Ich bin auf jedenfalls etwas erstaunt vom Szenenwechsel und mache mich auf dem Weg, zum Carrefour um einkaufen zu gehen. Es gibt ja Leute, die gerne in fremden Supermärkten einkaufen gehen. Ich gehöre definitiv nicht dazu. Ich bin schon zu Hause meistens überfordert von all der Auswahl und den Möglichkeiten. Wenn ich dann das System und die Produkte nicht kenne, ist es noch schlimmer. Und unterwegs weiss ich noch weniger, was ich kaufen soll. Meistens lande ich beim Brot, obwohl ich das langsam nicht mehr sehen kann. Für das Abendessen stehe ich vor den Fertigprodukten. Nicht meine Lieblingsabteilung. Bei den meisten Sachen kann ich mir nicht mal vorstellen, dass zu essen. Da bin ich ein bisschen heikel. Schliesslich lande ich mal wieder bei Couscous. Und dann mache ich, dass ich schnellstens hier rauskomme.



Mittagsschlaf
Wieder auf dem Weg geht es weiter mit hoch und runter. Irgendwann lege ich mich am Wegrand hin und döse eine Weile. Zu müde zum Weiterlaufen und früh bin ich auch noch. Irgendwann raffe ich mich aber wieder auf und gehe weiter. Rauf, rauf, rauf. Ich bin froh, als ich bei meiner heutigen Unterkunft, einem Schloss, ankomme. Rein kommt man durch ein grosses Tor und steht dann auf dem Innenhof. Allerdings ist mir nicht ganz klar, wo ich jetzt hinmuss. Ich geniesse erstmal die Aussicht, die ist nämlich atemberaubend. Kurz darauf geht eine Tür auf und der Hausherr holt mich ab. In der Küche ist seine Frau gerade dabei, die Gewürzschublade neu zu sortieren und es riecht angenehm nach verschiedenen Gewürzen.



Übernachtung im Schloss
Ich werde in mein Zimmer gebracht und sitze dort einfach eine Weile nur da. Irgendwann fange ich aber an zu frieren. Vom vielen Berghochlaufen war mir davor heiss, aber jetzt in den verschwitzten Sachen rumzusitzen ist wohl nicht so schlau. Im Schloss ist es eher frisch. Ich gehe erstmal duschen. Das Wasser bleibt ewig kalt und ich überlege mir schon, ob es wohl überhaupt warmes Wasser gibt. Da ich sowieso schon zitternd dastehe, fände ich das gerade nicht so toll. Glücklicherweise wird es irgendwann warm. Wieder zurück im Zimmer verziehe ich mich auf den Balkon. Die Sonne drückt wieder durch und wärmt noch ein bisschen. Die Sicht ist grossartig und ich geniesse die Ruhe und den Abend und lese wieder einmal. Als die Sonne untergeht wird es allerdings schnell kalt und ich verziehe mich ins Zimmer. Da ich mal wieder geschlissen bin, gehe ich direkt ins Bett.
