Meine Schwester hat mir vor meiner Abreise nach Schweden letztes Jahr ein Kartenset Herzenhopsen, Wunderfünkchen für jeden Tag geschenkt. Die erste Karte, die ich gelesen habe ist oben abgebildet. Und die trifft den Nagel auf den Kopf. Seither begleitet sie mich auf jeder Reise als Glücksbringer. Und als Erinnerung, über mich selbst zu lachen und zu akzeptieren, dass ich nun mal ein bisschen kompliziert bin und meist selber Schuld an dem, was mich gerade stresst. 

Auch für die diesjährige Anreise nach Schweden mache ich mir mit meiner Planung das Leben mal wieder selber schwer. Bereits ein paar Augenblicke, nachdem ich auf Buchen geklickt habe, fällt mir auf, dass das nicht so durchdacht war. Ich habe wie immer zu lange gewartet, statt die Zugreise möglichst früh zu buchen und die Sparangebote zu nützen. Und mein Buchungskriterium war der Preis. Die günstigste Anreise ist aber nun mal nicht die praktischste und die Umsteigzeiten sind sehr knapp. Bei so einer langen Reise eher suboptimal, ich fang schon mal an, die Daumen zu drücken.

Zudem habe ich einen Tag vor Abreise einen erste Hilfe Kurs irgendwo ausserhalb von Zürich. Ich bin also den ganzen Tag weg und am Abend sicher völlig durch. Aber naja. Ich hoffe jetzt mal, dass ich das gelernte Wissen in Schweden nicht werde anwenden müssen, aber deswegen mache ich es eigentlich. Und immerhin ist Abfahrt am Montag erst am Mittag und lang und anstrengend wird es sowieso, also was solls.

Auch die Tage vor der Abreise verlaufen nach immer gleichem Muster. Eigentlich sollte ich dringend noch ein paar Sachen erledigen und mir läuft die Zeit davon. Aber wie so oft bin ich mit zu vielen Sachen auf der Todo-Liste ziemlich blockiert und kriege gar nichts auf die Reihe. Es wird sowieso nicht für alles reichen. Und schon verbringe ich Stunden damit, mir Blogbeiträge durchzulesen und neue Ideen zu sammeln, was ich in Zukunft noch so unternehmen könnte. Immerhin stresst es mich mittlerweile ein bisschen weniger. Packen kann ich ja auch Montagmorgen noch, wenn mir etwas fehlt, ist es jetzt sowieso zu spät. Und das Gargnäs zwar abgelegen, aber nicht ab der Welt ist, weiss ich ja zum Glück bereits.